Nicht nur die Preise für die eigenen vier Wände sind in den vergangenen Jahren gestiegen – auch unsere Ansprüche werden höher. Das moderne Zuhause soll Rückzugsort, Schule und Arbeitsplatz in einem sein. Umso besser also, dass es dafür mit den Wohnbauförderungen in Österreich finanzielle Unterstützung vom Staat gibt.
Wohnbauförderung ist grundsätzlich Ländersache. Daher gibt es in jedem Bundesland unterschiedliche Fördermodelle, mit denen Neu- oder Umbauten finanziert werden können. Dazu zählen Maßnahmen, die zum Umweltschutz, zur Sicherheit, Energieeffizienz und Barrierefreiheit beitragen. Manche Länder fördern auch Maßnahmen zur Gebäudeautomation, wenn smarte Technik körperlich beeinträchtigte Menschen im Alltag unterstützt.
Bundesweite Regelungen für die Wohnbaufinanzierung
Bei allen Unterschieden gibt es dennoch länderübergreifende Richtlinien, die für Wohnbauförderungen in Österreich gelten:
Maßnahmen, die umweltschonendes Wohnen ermöglichen, werden positiv gewertet.
Das Jahreseinkommen der Antragstellenden ist entscheidend.
Finanzielle Hilfen wie Studienbeihilfe, Waisenpension, Pflegegeld und Familienbeihilfe zählen nicht zum Einkommen.
Alle Bundesländer unterscheiden zwischen folgenden Arten von Wohnbauförderung:
Einmalige Zuschüsse (müssen nicht zurückgezahlt werden)
Zins- oder Annuitätenzuschüsse (bei der Rückzahlung eines Darlehens)
Landes- bzw. Eigenmittelersatzdarlehen (mit günstigen Konditionen)
Übernahme von Bürgschaften (um ein Darlehen zu ermöglichen)
Förderung für Hausbau und Modernisierungen in den Bundesländern.
Bonus vom Bund: Länderübergreifende Initiativen für das Wohnen der Zukunft
Neben den Fördermodellen der einzelnen Länder gibt es in Österreich auch bundesweite Programme und Initiativen zur Wohnbauförderung.
Die sogenannte Sanierungsoffensive wurde vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (kurz: BMLUK) eingeführt, um klimafreundliches Wohnen in Österreich zu fördern. Investieren Sie in eine thermisch-energetische Gebäudesanierung oder in klimafreundliche Heizungssysteme, können Sie hier finanzielle Unterstützung vom Staat einfordern.
Für den Austausch einer Gasheizung winken durch die Offensive für Privatpersonen im Ein- bis Zweifamilienhaus beispielsweise bis zu 8.500 Euro Förderung. Für thermische Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, die älter als 15 Jahre sind, gibt es je nach Umfang bis zu 20.000 Euro. Maximal werden 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten übernommen.
Unterstützung bei der Umstellung auf nachhaltige, klimafreundliche Heizungssysteme bietet auch die bundesweite Initiative „Sauber Heizen für Alle 2026“. Mit dieser fokussiert sich das BMLUK auf einkommensschwache Privathaushalte. Je nach Einkommen beträgt die Förderung hier bis zu 100 Prozent der Kosten.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht zu allen Wohnbauförderungen in Österreich auf Länderebene.
Wohnbauförderung im Burgenland
Unterstützung für Thermische Solaranlagen, Sicherheitstüren und Alarmanlagen oder energetische Sanierung von Fenstern und Fassade: Im Burgenland können Sie für zahlreiche Projekte finanzielle Unterstützung erhalten – sowohl im Neubau- als auch im Sanierungsbereich. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es sogar einen Zuschuss fürs Smart Home.
2023 hat das Land Sonderwohnbauförderungen gestartet. Diese stellen zinsgünstige Darlehen bis zu 80.000 Euro für energetische Sanierungsmaßnahmen und den Wechsel von fossilen zu alternativen Energieträgern bereit. Im Zuge dessen gelten auch neue Wohnbau- und Sonderförderrichtlinien.
Mehr Informationen zur Wohnbauförderung im Burgenland
Wohnbauförderung in Kärnten
Das Bundesland Kärnten hat neue Impulsprogramme und Richtlinien zur Wohnbauförderung für die Jahre 2026 bis 2028 auf den Weg gebracht. Diese umfassen sowohl Neubauprojekte als auch Sanierungen. Förderfähig sind unter anderem vorbeugende Maßnahmen für das altersgerechte Wohnen wie der barrierefreie Umbau von Sanitärräumen, eine thermische Gebäudesanierung und Investitionen in energieeffiziente Haustechnik. Auch die Errichtung eines Eigenheims an sich kann gefördert werden.
Wohnbauförderung in Niederösterreich
Auch im flächenmäßig größten Bundesland Österreichs gibt es verschiedene Wohnbauförderungsmöglichkeiten. Baufinanzierungen für Neubauten und Sanierungen sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich – zum Beispiel, wenn Sie thermisch-energetische Sanierungen durchführen.
Neben ökologischen Standards sind auch soziale Aspekte relevant. Mit den Förderprogrammen „Begleitetes Wohnen“ und „Barrierefreies Wohnen“ kann zum Beispiel der Umbau zum altersgerechten Wohnraum finanziert werden oder auch das Nachrüsten von Notrufsystemen.
Je nach persönlicher Lebenssituation ergeben sich unterschiedliche Ansprüche für die Antragstellenden. Für die Förderung muss eine Beurteilung durch den Gestaltungsbeirat erfolgen und ein Planungsauswahlverfahren oder ein städtebauliches Auswahlverfahren durchgeführt worden sein.
Auch bei der Errichtung von Lärmschutz- oder Hochwasserschutzmaßnahmen können Sie gegebenenfalls mit finanzieller Unterstützung durch das Land rechnen.
Wohnbauförderung in Oberösterreich
Oberösterreich fördert eine Vielzahl von Bauvorhaben für das Eigenheim sowie für Miet- und Eigentumswohnungen. Das Bundesland vergibt für Neubauten und Sanierungen sowohl Darlehen als auch Zuschüsse. Energieeffizienz und erneuerbare Energien spielen dabei eine wichtige Rolle.
Gefördert werden zum Beispiel Maßnahmen, die zu einer besseren Gebäudedämmung beitragen, sowie der Umstieg auf Biomasse, Wärmepumpe, Fernwärmeanschluss oder thermische Solaranlage. Finanzielle Unterstützung ist auch möglich, wenn Sie Barrierefreiheit, einen Lärmschutz oder Alarmanlagen einplanen. Ob Sie alle nötigen Voraussetzungen erfüllen, um eine Wohnbauförderung in Oberösterreich zu beantragen, finden Sie beispielsweise mit dem Förderassistenten des Energiesparverbands heraus.
Mehr Informationen zu Bau- und Wohnförderungen in Oberösterreich
Wohnbauförderung in der Steiermark
Die Website des Bundeslandes Steiermark stellt verschiedene Angebote zur Wohnbaufinanzierung vor. Dazu gehören zum Beispiel Umweltförderungen und Finanzierungshilfen für den Neubau oder die Modernisierung von Eigenheimen. Es gibt gesonderte Zuschüsse zur allgemeinen Förderung, beispielsweise für junge Familien.
Mit den Ökoförderungen unterstützt das Land jährlich tausende Projekte, die den Heizungstausch, die Modernisierung der Gebäudehülle, Fernwärmeanschlüsse sowie Elektromobilität betreffen.
Finanzielle Unterstützung können Sie auch für die barrierefreie Umgestaltung von Bestandswohnungen und die denkmalgerechte Renovierung erhalten.
Im Jahr 2026 gibt es vom Land Steiermark eine Initiative, durch die der Kauf von sanierungsbedürftigen Eigenheimen sowie deren anschließende thermische Sanierung besondere Förderung erhalten.
Wohnbauförderung in Salzburg
Eine altersgerechte Ausstattung, Verbesserung des Wärmeschutzes, der Einbau von Solarthermie- und Photovoltaikanlagen, die Erneuerung der Elektroinstallation oder die Ladeinfrastruktur für E-Autos: Das Land Salzburg fördert vielfältige Sanierungsmaßnahmen, die zum Umweltschutz und zur Barrierefreiheit beitragen.
Seit 2020 erleichtert eine vereinfachte Antragstellung den Weg zur Wohnbauförderung. Das betrifft nicht nur Sanierungen, sondern auch umfangreiche Renovierungen, oder den Neubau oder Kauf eines Eigenheims sowie von Eigentums- und Mietwohnungen.
Wohnbauförderung in Tirol
Das Land Tirol bietet Privatpersonen Fördermittel in Form von Krediten, Zuschüssen oder Beihilfen an – beispielsweise für klimafreundliche Heizungssysteme, Photovoltaik und Solaranlagen und den Einbruchschutz.
Neben dem Neu- oder Umbau eines Wohnobjekts oder der Sanierung kann nach bestimmten Voraussetzungen auch schon der Erwerb gefördert werden. Das Ziel der Förderungen ist es, bedarfsgerechten, leistbaren und qualitativ hochwertigen Wohnraum zu ermöglichen.
Mehr Informationen zur Wohnbauförderung im österreichischen Tirol
Wohnbauförderung in Vorarlberg
Seit Juli 2025 hat das Land Vorarlberg seine Förderrichtlinien bis einschließlich 2026 erneuert. Dabei sind die Förderthemen in Neubau für den privaten Gebrauch, Neubau für das öffentliche Wohnen und Wohnhaussanierung unterteilt.
Privatpersonen können unter anderem beim Ersterwerb von Wohnungen und Häusern für den Eigenbedarf oder zur Vermietung finanziell unterstützt werden. Auch die Neuerrichtung oder der Umbau ist nach bestimmten Voraussetzungen förderwürdig.
Was das Eigenheim betrifft, gibt es für Kinder im Haushalt einen sozialen Zuschlag zur generellen Förderung. Bestimmte klimafreundliche Maßnahmen werden ebenfalls gesondert unterstützt.
Wohnbauförderung der Stadt Wien
Sanierungen von Mietwohnungen, Umbauarbeiten für Barrierefreiheit im eigenen Haus, Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern und Grundsteuerbefreiung: Auch das Förderangebot in Wien ist breitgefächert.
Was umweltschützende Maßnahmen betrifft, können Sie unter anderem Unterstützung für Photovoltaikanlagen auf Gründächern sowie stationäre Stromspeicher oder Wärmepumpen beantragen.
Auch für den Einbau von Sicherheitstüren, der Montage von Schall- und Wärmeschutzfenstern oder den Dachgeschoßausbau sind Förderungen möglich.
Auf der offiziellen Website finden Sie auch eine hilfreiche Übersicht zur Erstellung von Förderungsanträgen für die Erstellung von Sanierungskonzepten.
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