Steckdosenhöhe: Ein umfassender Leitfaden
Die richtige Steckdosenhöhe ist nicht nur eine Frage der Norm, sondern hat vor allem praktische Gründe. Eine gut platzierte Steckdose sollte intuitiv und bequem zu erreichen sein. Erfahren Sie hier, welche Vorgaben es für unterschiedliche Wohnbereiche gibt und wie Sie Ihre Steckdosen ästhetisch und funktional in Ihr Zuhause integrieren können.

Standardhöhe für Steckdosen: Norm und DIN kompakt erklärt

Die Steckdosenhöhe nach Norm wird durch die DIN 18015-3 geregelt. Diese Norm legt fest, dass die Steckdosenhöhe in Wohngebäuden in der Regel zwischen 30 cm und 150 cm über dem fertigen Fußboden liegen sollte. Die Normhöhe der Steckdose ist so konzipiert, dass sie eine bequeme Nutzung ermöglicht und Sicherheitsrisiken minimiert. 

Installationszonen für Steckdosen nach DIN 18015

Die DIN 18015 schreibt der Steckdosenhöhe auch vor, dass elektrische Leitungen und Anschlüsse innerhalb definierter Installationszonen verlegt werden müssen. Dies trägt neben der Ästhetik, vor allem zur Sicherheit und Funktionalität der elektrischen Installation bei. 

Installationszonen: Rund 95 Prozent aller Steckdosen und Schalter in einem typischen Wohngebäude sind in diesen Zonen platziert. Ein Verständnis dieser Zonen ist entscheidend, wenn es um das Nachrüsten von Anschlüssen oder das Auffinden von Stromleitungen für Renovierungsarbeiten geht. Die Zonen variieren je nach Raumtyp, da die Anforderungen an Steckdosen in der Küche anders sind als beispielsweise im Schlafzimmer. 

Richtlinien und Maße: Laut DIN 18015 müssen Stromleitungen entweder waagerecht oder senkrecht verlaufen, und es gibt spezifische Abstände zu Decke, Wandkanten und Fußboden, die eingehalten werden müssen. 

  • Standard- und Vorzugsmaße für waagerechte Installationszonen: 

  • Für senkrechte Installationszonen gelten folgende Maße: 

Lichtschalterhöhe Grafik Installationszonen
Sicherheit und Ästhetik in einem: Die Installationszonen nach DIN 18015. Quelle: Gira

Besonderheiten und Ausnahmen bei Steckdosenhöhen

Obwohl die Norm klare Richtlinien vorgibt, ist es nicht ungewöhnlich, dass in älteren Gebäuden oder solchen mit architektonischen Besonderheiten Abweichungen existieren. In solchen Fällen ist es ratsam, den Bauplan zu konsultieren, um die genaue Verlegung der elektrischen Leitungen zu verstehen. 

Für Mieter/-innen sind die Vermieter/-innen die erste Anlaufstelle, um den Bauplan mit den eingezeichneten Installationszonen zu erhalten. Hauskäufer/-innen sollten Vorbesitzer/- oder Makler/-innen kontaktieren, um detaillierte Informationen über die Lage der Stromleitungen zu erhalten. 

Die Kenntnis der Installationszonen nach DIN 18015 ist entscheidend für eine sichere und effiziente Nutzung der elektrischen Installationen im Haus. Sie ermöglicht eine informierte Entscheidung bei der Nachrüstung von Steckdosen und erleichtert Wartungs- und Renovierungsarbeiten. Mit dem Verständnis dieser Norm können Hausbesitzer/-innen und Mieter/-innen die Sicherheit und Funktionalität ihrer elektrischen Systeme optimieren. 

Abstände zwischen Steckdosen: Ein ästhetischer Faktor

Bei der Planung mehrerer Steckdosen und Schalter an einem Ort ist es wichtig, bestimmte Abstandsregeln zu beachten, die hauptsächlich aus ästhetischen Gründen gelten. Es ist ideal, wenn die Rahmen der Steckdosen nahtlos ineinander übergehen bzw. Sie Mehrfachrahmen nutzen. Der übliche Abstand zwischen zwei Standard-Unterputzdosen beträgt 72 mm. Dennoch empfehlen Expert/-innen, aus ästhetischen Gründen nicht mehr als fünf Steckdosen in einer Reihe zu installieren. 

Steckdosenanzahl: Wo braucht man Steckdosen und wie viele? 

Die Anzahl der benötigten Steckdosen in einem Haus hängt stark von der Größe und der Anzahl der Zimmer ab. In der modernen Welt, in der elektronische Geräte allgegenwärtig sind, ist es unerlässlich, eine ausreichende Anzahl von Steckdosen zu planen, um den Komfort und die Funktionalität jedes Raumes zu gewährleisten. 

  • Wohnzimmer (über 20 Quadratmeter): 20-24 Steckdosen, verteilt auf zwei gegenüberliegenden Seiten, sowie eine Antennendose für den Satellitenempfang. 

  • Schlafzimmer: 6-8 Steckdosen, je zwei davon auf jeder Seite des Bettes. 

  • Arbeitszimmer: 8-12 Steckdosen, mit der Option auf zwei weitere, falls mehrere Personen den Raum nutzen. 

  • Kinderzimmer: 6-8 Steckdosen, verteilt auf verschiedene Wände, um Flexibilität bei der Umgestaltung oder Neugestaltung des Raumes zu bieten. 

Die Anzahl der benötigten Steckdosen in einem Haus hängt stark von der Größe und der Anzahl der Zimmer ab. In der modernen Welt, in der elektronische Geräte allgegenwärtig sind, ist es unerlässlich, eine ausreichende Anzahl von Steckdosen zu planen, um den Komfort und die Funktionalität jedes Raumes zu gewährleisten. 

  • Wohnzimmer (über 20 Quadratmeter): 20-24 Steckdosen, verteilt auf zwei gegenüberliegenden Seiten, sowie eine Antennendose für den Satellitenempfang. 

  • Schlafzimmer: 6-8 Steckdosen, je zwei davon auf jeder Seite des Bettes. 

  • Arbeitszimmer: 8-12 Steckdosen, mit der Option auf zwei weitere, falls mehrere Personen den Raum nutzen. 

  • Kinderzimmer: 6-8 Steckdosen, verteilt auf verschiedene Wände, um Flexibilität bei der Umgestaltung oder Neugestaltung des Raumes zu bieten. 

  • Küche: 8-10 Steckdosen weitere Steckdosen in der Nähe der Arbeitsfläche für kleinere Küchengeräte. Oberhalb eines Fliesenspiegels sind mehrere Doppelsteckdosen empfehlenswert. Eine Faustregel für die Küche lautet: Eine Steckdose auf jeden Meter. Planen Sie separate Steckdosen für den Herd, die Abzugshaube, den Backofen, die Spülmaschine und den Kühlschrank ein.  

  • Hauswirtschaftsraum: Je 1 Steckplatz für die Waschmaschine und den Trockner, plus 2 zusätzliche Steckdosen für Kleingeräte wie das Bügeleisen. 

  • Bad: 4-6 Steckdosen, um elektrische Geräte wie Zahnbürsten oder Haartrockner anzuschließen. 

  • Gäste-WC: 2 Steckdosen. 

  • Flur im EG: 2 Steckdosen plus eine Telefonsteckdose für den Festnetz- und Internetanschluss. 

  • Flur im OG: 1-2 Steckdosen, ideal für das Staubsaugen oder einen Lautsprecher. 

Allgemeine Empfehlungen: Für ein klassisches Einfamilienhaus mit einer Fläche von 120 bis 140 Quadratmetern werden durchschnittlich 34 Steckdosen empfohlen. Bei einem größeren Haus von 170 Quadratmetern sollten Hausbesitzer/-innen etwa 45 bis 47 Steckdosen in Betracht ziehen. Es ist immer ratsam, mehr Steckdosen zu planen, als man möglicherweise benötigt, um Flexibilität und Bequemlichkeit zu gewährleisten. Eine vorausschauende Planung der Steckdosen gewährleistet darüber hinaus, dass das Haus auch in Zukunft funktional und komfortabel bleibt. Denn vielleicht wird aus Ihrem Kinderzimmer in Zukunft ein Arbeits- oder Gäste/-innenzimmer. 

Steckdosen, die sich Ihrem Stil anpassen

Oft sind es die kleinen Details, die einen großen Unterschied machen. Selbstverständlich sollen sich auch Ihre Steckdosen harmonisch ins Gesamtbild einfügen. Deshalb haben gibt es modulare Baukastenkonzepte wie das Gira System 55: Sämtliche Komponenten der Gira Designlinien haben einheitliche Maße von 55 x 55 mm. So lassen sich die unterschiedlichen Funktionseinsätze mit allen möglichen Rahmenvarianten kombinieren. Frei nach dem Motto „Mix and Match“ können Sie Ihre Steckdosen individuell auf Ihre Einrichtung abstimmen.  

Sie mögen es zum Beispiel zeitlos und reduziert? Dann ist eine Designlinie wie Gira E2 eine gute Wahl.

Steckdosen nachrüsten: Mehr Platz für Ihre Elektrogeräte

In der heutigen Zeit, wo der Bedarf an elektrischer Energie und die Anzahl der elektronischen Geräte stetig steigen, kann es vorkommen, dass die vorhandenen Steckdosen in einem Haushalt nicht ausreichen. Dies kann insbesondere dann der Fall sein – wie bereits erwähnt –, wenn Räume umfunktioniert werden. In solchen Fällen kann das Nachrüsten von Steckdosen eine notwendige Maßnahme sein, um die Sicherheit zu gewährleisten und Stolperfallen durch übermäßigen Gebrauch von Verlängerungskabeln und Steckerleisten zu vermeiden. 

Das Gira Profil 55 ermöglicht das einfache und unkomplizierte Nachrüsten von Steckdosen ohne die Notwendigkeit, Wände aufzustemmen oder umfangreiche Installationsarbeiten durchzuführen. Das Aluminium-Profil kann einfach an die Wand geschraubt werden, wo bereits ein Stromanschluss besteht. Es bietet Platz für bis zu acht Leereinheiten und ist mit mehr als 300 Funktionseinsätzen aus dem Gira System 55 kompatibel.

Besondere Steckdosen für individuelle Bedürfnisse 

Je nach Bedarf bietet es sich an, sich etwas genauer in der Welt der Steckdosen umzuschauen, denn Steckdosen haben sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Klar, in der Hauptsache liefern sie immer noch Strom – doch moderne Anschlüsse bieten mehr als das. 

Wussten Sie zum Beispiel, dass Sie statt herkömmlicher Steckdosen auch eine USB-Steckdose installieren können? Hierbei erhalten Sie zwei praktische Steckplätze für die Standards USB A und USB C und können so zum Beispiel Ihre Mobilgeräte ganz einfach und schnell aufladen – ohne weiteres Zubehör. Steckdosen mit integrierter Orientierungsleuchte leiten Sie in der Nacht sicher durchs Dunkel – mit einem dezenten Lichtkorridor auf dem Boden. Besonders smart: Über einen integrierten Sensor schaltet sich das blendfreie Licht bei Dämmerung von selbst ein und am Morgen automatisch wieder aus. 

Sie sehen – es lohnt sich, über Neuerungen auf dem Laufenden zu bleiben. So können Sie individuell passende Lösungen bei Ihrem Elektrofachbetrieb direkt anfragen. 

Sicherheitsaspekte

Sicherheit ist ein zentrales Element bei der Planung und Installation von Steckdosen. Abdeckungen, Berührungsschutz und die korrekte Steckdosenhöhe sind entscheidend, um Risiken zu minimieren und die Sicherheit für alle Haushaltsmitglieder zu gewährleisten. Vor allem in Räumen wie der Küche und dem Bad, wo Wasser häufig vorhanden ist, sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Die Einhaltung der DIN-Normen gewährleistet, dass die Steckdosen sicher installiert sind, insbesondere in Bezug auf den Abstand zu Wasserquellen. 

Die Planung und Installation von Steckdosen erfordert eine sorgfältige Überlegung der Steckdosenhöhe, Anzahl und Typen, um die Sicherheit, Funktionalität und Ästhetik in jedem Raum Ihres Hauses zu optimieren. Mit den oben genannten Tipps und Richtlinien sind Sie gut gerüstet, um eine informierte Entscheidung zu treffen und Ihr Zuhause effizient und sicher zu gestalten.