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Referenz Hotel Cocoon, München

Schmetterling trifft Brötchenduft

Schmetterling trifft Brötchenduft

Eine erstaunliche Allianz: Direkt am Münchener Oktoberfestgelände verbindet ein Neubau ein Boutique-Hotel mit einer Großbäckerei – inklusive Werkswohnungen. Wie das zusammenpasst? Erstaunlich gut. Ein Besuch im Cocoon-Hotel Theresienwiese.

Architektur

Kiessler Architekten GmbH

https://kiessler.info/

Innenarchitektur

Kitzig Design Studios

https://www.kitzig.com/

Fotografie

Gabriel Büchelmeier

https://www.gabrielfoto.de/

Standort

München

Handwerk und Hotelbetrieb

Die Traditionsbäckerei Rischart ist eine Münchener Institution in fünfter Generation – und benötigte mehr Platz und eine Modernisierung. Für ihren Neubau auf der Theresienhöhe wählte sie ein Konzept, das ebenso überraschend wie stimmig ist: Das kantige Gebäude mit Klinkerfassade und großen Fensterflächen enthält nicht nur den Handwerksbetrieb und 100 möblierte Wohneinheiten für die Belegschaft, sondern auch ein Hotel der Cocoon-Gruppe. Dabei ist das Erdgeschoss zu großen Teilen der Bäckerei vorbehalten, die dadurch für Passanten einsehbar und transparent wird. Die Lobby des Hotels sowie der angrenzende Coworking-Space befinden sich im 1. Obergeschoss; die Hotelzimmer liegen in den darüberliegenden Etagen – bis hin zum Sonnendeck mit Panoramablick über das Oktoberfestgelände und den Bavariapark.

Referenz Hotel Cocoon, München
Preisgekröntes Projekt: Hotel trifft auf Großbäckerei an der Münchener Theresienwiese (Foto: Gabriel Büchelmeier)
Portrait Kiessler Architekten GmbH

Ein gläsernes Backhaus mit Produktion, Verwaltung, Werkswohnen, Hotel und einem Café direkt an der Theresienwiese: Ein neuer, lebendiger Stadtbaustein mitten in München.

Daniel Hock, geschäftsführender Gesellschafter

Im Bild (v. r.): Daniel Hock, Thomas Mühlbauer und Uwe Schneider von der Kiessler Architekten GmbH

Natur reingeholt

Die Innenraumgestaltung des Hotels bildet einen starken Kontrast zum nüchtern-eleganten Äußeren. Geplant vom Büro Kitzig Interior Design, setzt das Konzept „Urban Nature“ auf Naturmaterialien wie Holz, Stein und Filz, die von einer Vielzahl von großen und kleinen Topfpflanzen begleitet werden. Runde Formen von großformatigen Hängelampen bis zu Hockern, Tischen und Teppichen erzeugen eine freundliche, harmonische Atmosphäre. Auch die Farbgebung trägt zur Natürlichkeit bei – mit warmen Erdtönen und freundlichem Pastell. Und was für Foyer und Lounge gilt, wird auch in den Wohnbereichen zelebriert. Getreu der Cocoon-Philosophie werden die 84 Zimmer zum individuellen Kokon, unter anderem mit Betten, die als Schlafnischen ausgebildet sind. Die gemeinschaftlichen Räume dienen dann – um im Bild zu bleiben – dem Flügelausbreiten. Übrigens hat jedes Cocoon-Hotel eine Schmetterlingsart als „Paten“, hier ist es der Große Feuerfalter.

Johann Boltz, Kitzig Interior Design

Es war wichtig, die Ausstattung in Zimmern und öffentlichen Bereichen als zusammenhängende Struktur zu betrachten. Die multifunktionale Nutzung möglichst vieler Elemente spielt dabei eine zentrale Rolle.

Johann Boltz, Project Manager

Kitzig Interior Design GmbH

Referenz Hotel Cocoon, München
Das Runde im Eckigen: Organische, weiche Formen prägen die Innenräume (Foto: Gabriel Büchelmeier)

Effizienz rausgeholt

Hinter dem warmen, natürlichen Design der einladenden Wohnwelten arbeitet ein System, dessen Ziele Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind. Dazu gehören neben einer effizienten Bauweise vor allem auch smarte Ressourcenkonzepte und der Einsatz erneuerbarer Energien – von Solarfolien an den Fenstern bis zur Wärmerückgewinnung aus den Öfen und Kühlanlagen der Backstube. Für ein reibungsloses Kundenerlebnis sorgen digitale Services wie Mobile Check-in, Self-Service-Verpflegung und ein digitaler Concierge. Ebenso unauffällig wie effizient arbeitet die intelligente Gebäudetechnik im Hintergrund: Ein KNX-basiertes Gira Smart-Home-System vernetzt Funktionen wie Licht, Belüftung und Sicherheit zu einem ganzheitlichen System. Die Bedienung erfolgt intuitiv über Gira Tastsensoren 4.55 sowie die Gira App. Schalter und Steckdosen der Designlinie Gira E2 in Schwarz matt, Anthrazit und Reinweiß seidenmatt runden das Konzept ab und verbinden intelligente Funktionalität mit zeitloser Gestaltung.

Das Schalterprogramm E2 in Schwarz ist eines der Details, das flächenübergreifend Zusammenhänge schafft, sich gleichzeitig kontraststark in Szene setzt und somit zur Interaktion einlädt.

Johann Boltz, Project Manager

Kitzig Interior Design GmbH

Gira Bemusterungsservice

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