Die IP-Schutzart definiert, wie widerstandsfähig ein Gerät gegenüber äußeren Einflüssen wie Staub oder Berührung ist. Was sich genau dahinter verbirgt und wo ein IP20-Schutz erforderlich ist, erklären wir Ihnen im Folgenden.
Geräte mit der Schutzklasse IP20 sind für den Einsatz in trockenen Innenbereichen vorgesehen. Sie schützt vor dem Eindringen größerer fester Fremdkörper mit einem Durchmesser von um die 12,5 Millimeter, bietet jedoch keinerlei Schutz vor Feuchtigkeit oder Wasser.
Zu den Gegenständen, deren Gehäuse mit der Schutzklasse IP20 ausgestattet sind, zählen unter anderem Innenleuchten, Steckdosen, Schalter sowie Computer und Drucker in Wohn- und Büroräumen. In den folgenden Abschnitten erläutern wir, in welchen konkreten Einsatzbereichen diese Schutzklasse verwendet wird.
Was sind die IP-Schutzarten – kurz erklärt
Die IP-Schutzarten geben an, wie gut beispielsweise das Gehäuse von Leuchten oder anderen elektrischen Geräten gegen das Eindringen fester Fremdkörper, wie beispielsweise Staub, sowie gegen Wasser geschützt ist – etwa vor Spritzwasser, Strahlwasser oder zeitweiligem Untertauchen. Die Abkürzung „IP“ steht dabei für „International Protection“ bzw. „Ingress Protection“ (Eindringschutz).
Die erste Ziffer der IP-Kennzeichnung beschreibt den Schutz vor festen Fremdkörpern und Berührung mit den Fingern. Die zweite Ziffer gibt an, wie widerstandsfähig das Gerät gegenüber Feuchtigkeit und Wasser ist.
Was ist IP20?
Bei der Schutzart IP20 steht die erste Kennziffer „2“ dafür, dass das Gehäuse vor dem Eindringen größerer Fremdkörper mit einem Durchmesser von mindestens 12,5 Millimetern geschützt ist, also zum Beispiel vor dem Berühren mit den Fingern. Die zweite Ziffer „0“ macht deutlich, dass kein Schutz vor Wasser vorhanden ist. Die Gegenstände, die mit also mit dieser Schutzart ausgestattet sind, sind somit weder gegen Feuchtigkeit noch gegen Tropf- oder Spritzwasser geschützt und eignen sich ausschließlich für trockene Innenräume.
Anwendungsbereiche für Gehäuse mit der Schutzart IP20
Geräte und Gegenstände deren Gehäuse mit er Schutzart IP20 ausgestattet ist, sind in erster Linie für den Einsatz in trockenen Wohnräumen konzipiert. Da sie keinen Schutz gegen Wasser bieten, eignen sie sich besonders für Wohn- und Schlafzimmer sowie Büros oder andere Orte, an denen keine erhöhte Luftfeuchtigkeit auftritt.
Eignet sich IP20 für den Einsatz in Ihrem Badezimmer?
IP20 ist für den Einsatz im Badezimmer nur sehr eingeschränkt geeignet. Die Schutzart bietet keinen Schutz gegen Feuchtigkeit, Tropfwasser oder Spritzwasser und ist daher vor allem für trockene Innenräume wie Wohn-, Schlaf- oder Arbeitszimmer vorgesehen.
Im Badezimmer gelten je nach Bereich unterschiedliche Anforderungen an die Schutzart elektrischer Geräte. In Österreich orientiert sich die Elektroinstallation unter anderem an den geltenden elektrotechnischen Errichtungsbestimmungen, insbesondere der OVE E 8101. Sie regelt auch Anforderungen an elektrische Anlagen in Räumen mit Badewanne oder Dusche.
Grundsätzlich gilt: Je näher Leuchten oder elektrische Geräte an Dusche, Badewanne oder Waschbecken installiert werden, desto höher sollte der Schutz vor Wasser sein. In den definierten Schutzbereichen des Badezimmers sind deshalb höhere Schutzarten erforderlich – etwa IP44 zum Schutz vor Spritzwasser, IP65 zum Schutz vor Strahlwasser oder IP67 für Bereiche, in denen zeitweiliges Untertauchen möglich ist. IP20 darf lediglich in der sogenannten Trockenzone des Badezimmers eingesetzt werden, also in Bereichen oberhalb von 2,25 m Höhe.
Zone 0 (Badewanne oder Dusche):
Die Leuchten müssen hier die Schutzart IP67 haben. Damit sind sie wasserdicht bei zeitweiligem Untertauchen.
Zone 1 (bis 2,25 Meter Höhe über Badewanne/Dusche):
In diesem Bereich ist die Schutzart IP65 die richtige Wahl, da die Leuchten damit strahlwassergeschützt sind.
Zone 2 (bis 60 Zentimeter Abstand von Badewanne oder Dusche):
Hier eignen sich Leuchten mit der Schutzart IP44, sodass sie spritzwassergeschützt sind. Schalter und Steckdosen sollten in den Zonen 0 bis 2 grundsätzlich nicht angebracht werden.
Trockenzone (restliches Badezimmer):
In den übrigen Bereichen des Badezimmers ist ein direkter Wasserkontakt zwar weniger wahrscheinlich. Dennoch kann hohe Luftfeuchtigkeit die Lebensdauer elektrischer Geräte beeinträchtigen. IP20 kommt daher höchstens außerhalb der Schutzbereiche infrage. Leuchten oder Geräte mit höherer Schutzart, etwa IP44, sind im Badezimmer häufig die sicherere Wahl.
Moderne Schalterlösungen mit IP20-Kennzeichnung
Wenn Sie für Ihre Wohnräume Lichtschalter mit IP20-Schutz suchen, die sich flexibel an Ihren Einrichtungsstil anpassen lassen, ist das Gira System 55 die richtige Wahl. Der Name steht dabei für das Grundmaß von 55 x 55 Millimetern, welches für alle Komponenten gilt – darunter auch Steckdosen sowie smarte Bedienelemente wie der Gira Tastsensor 3.
Funktionalität und Design greifen hier perfekt ineinander: Die frei kombinierbaren Rahmenvariationen verbinden praktische Anwendung mit stilvollen Akzenten an Ihren Wänden.
Auf die richtige Schutzart kommt es an
Wer bei der Auswahl von Leuchten und Schaltern auf die passende IP-Schutzart achtet, sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für eine längere Lebensdauer der eingesetzten Produkte und ein stimmiges Gesamtkonzept aus Funktion und Design.