Vom 70er-Jahre-Zweckbau zur Gemeinschaftslandschaft: Im Laupheim bei Biberach überarbeiten donhauser postweiler architekten schrittweise ein Kloster. Der erste Bauabschnitt ist ein Pflegeheim, das zeitgemäße Zeichen setzt.
Ein Sozialareal
Ehrlich gesagt, das Dreifaltigkeitskloster der Steyler Missionsschwestern im schwäbischen Laupheim war nicht, was man sich vielleicht landläufig unter „Kloster“ vorstellt. Kein historisches Gemäuer mit jahrhundertealter Geschichte, sondern ein ziemlich nüchterner Funktionsbau aus den 1970er-Jahren, der in weiten Teilen nicht gut gealtert war. Eine komplette Überarbeitung des Areals war nötig, lediglich die Kapelle und der Kreuzgang als identitätsstiftende Elemente sollten erhalten werden. Um das Kloster in die Zukunft zu bringen, entstand ein Konzept, das in mehreren Schritten ein attraktives Areal für soziale Aufgaben entstehen lässt. Dazu sollen später ein Gebäude mit Sozialstation, Tagespflege und Apartments für Betreutes Wohnen sowie ein Tagungs-und Ausbildungszentrum mit Restaurant gehören. Doch den Auftakt machte ein Pflegeheim mit 90 Betten, in dem sich auch die Schwesternapartments befinden. Geplant von donhauser postweiler architekten, einem auf seniorengerechtes Bauen spezialisierten Büro, begann eine vielversprechende Transformation.
Geschützte Offenheit
Das Gebäude ist als geschlossener Block konzipiert – verfügt aber in seinem Inneren über einen geschützten Innenhof mit Sitzgelegenheiten und Grünanlage. Und auch sein Gesicht nach außen ist das Gegenteil von geschlossen: Ein breiteres Sockelgeschoss lässt um das erste Stockwerk eine umlaufende Promenade entstehen, die rückwärtig an das aufsteigende Terrain anbindet. Ebenfalls spricht das großflächig verglaste Erdgeschoss eine deutliche Einladung aus. Darüber sorgen auskragende Balkone, eine durch verschiedene Fensterformate rhythmisierte Fassade und eine Holzverkleidung aus vertikalen Lattungen für ein lebendiges Aussehen. Die Farbgebung ist entsprechend freundlich, mit einem warmen Lehmton für das Sockelgeschoss und helles Holz für die Obergeschosse.
“Die Verbindung eines weltoffenen Schwesternordens mit einem regionalen Pflegeanbieter ermöglichte ein vielbeachtetes Leuchtturmprojekt, das unser Büro mit vielen kreativen Freiräumen begleiten durfte. Die hohen Ansprüche der Auftraggeber an Gestaltung- und Ausstattungsqualität spiegeln sich wieder in einem sehr großzügigen Raumangebot, hochwertiger Innenarchitektur sowie hoher Funktionalität und geben dem Pflegebetrieb einen würdevollen und harmonischen Rahmen.
”
donhauser postweiler architekten
Der Mensch im Fokus
Durchdacht bis ins Detail sind die Bewohnerzimmer: Hochwertige graue Linoleumböden unterstreichen die klare Linienführung der Räume und harmonieren mit den warmen Holztönen der Möbel und Einbauelemente. Zusammen mit einem Lichtkonzept, das auf Downlights und indirekte Beleuchtung setzt, entstehen Welten, die Behaglichkeit mit besten Bedingungen für moderne Pflege verbinden. Gerade für letzteres sind optimaler Komfort und leichte Bedienung essenziell – damit so viel Zeit wie möglich für die Bewohner bleibt. Für die intelligente Gebäudetechnik kommt ein Gira KNX System zum Einsatz, dessen zentrale Steuerung über den Gira Facility Server erfolgt – das „Gehirn“ des Gebäudes. Dieser ermöglicht eine bedarfsgerechte Regelung von Heizung, Kühlung und Beleuchtung, individuell abgestimmt auf jeden Raum. Zeit- und Nutzungsprofile sorgen dabei für maximale Effizienz und Komfort. Die manuelle Bedienung erfolgt über den Gira Tastsensor 4.55, der Funktionen wie Licht- und Jalousiesteuerung inklusive Dimmoptionen intuitiv zugänglich macht. Ergänzt wird das System durch Schalter und Steckdosen der Designlinie Gira E2 in schwarz matt – eine bewusst gewählte Kontrastfarbe, die nicht nur gestalterische Akzente setzt, sondern auch barrierefreie Orientierung unterstützt.
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